Die Legende vom Südtiroler Knödel

Es war einmal, dass eine Gruppe hungriger Landknechte in einen Südtiroler Bauernhof einfielen. Sie verlangten nach Essen und drohten, das Bauernhaus anzuzünden, falls dem Befehl nicht nachgegangen werde. Die Bäuerin und ihre Töchter waren allein zu Hause und machten sich unerschrocken an die Arbeit.

Sie trugen alles Essbare zusammen und fanden ein hartes Brot, Zwiebeln, Eier, Bauchspeck und etwas Mehl. Die Bäuerin zerkleinerte das Brot, holte frische Kräuter aus dem Garten und schnitt diese in feine Stücke. Alle Zutaten vermengte sie zu einem Teig, aus dem sie Kugeln formte und sie ins kochende Salzwasser schmiss.

Die Landsknechte staunten über die Schüssel mit den Kugeln auf dem Tisch und griffen zu. Ihnen schmeckten die Kugeln so gut und sie wurden so satt, dass sie danach glatt einschliefen. „Diese Kanonenkugeln hauen ja die ärgsten Mannsbilder um“, meinten sie daraufhin, gaben der Bäuerin noch ein paar Goldstücke zur Belohnung und zogen friedlich ab.

Seitdem war der Erfolg der Südtiroler Knödel nicht mehr aufzuhalten, welche auch heute gerne serviert werden.

Quelle: knodus.it