„Cozze alla Prechtl“
Muscheln in Tomaten-Weißweinsauce

Zutaten:
2kg frische Miesmuscheln (Größe „Super“)
800g ganze Tomaten geschält (ohne Haut aus der Dose)
1 kleiner Lauch
2 mittelgroße Karotten
1/4 Sellerie oder/und eine Petersilienwurzel
3 mittelgroße Zwiebeln
5 Knoblauchzehen
5 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
1 Flasche 0,75l Ital. Weißwein trocken
1 EL Meersalz gemahlen
2 EL Zucker
1 TL Pfeffer gemahlen
1 TL Paprikapulver
2 TL Oregano getrocknet (oder frisch)
2 Lorbeerblätter
2 kleine Zweige Thymian (oder getrocknet)

Zubereitung:
Die Zwiebeln, den Knoblauch, das Suppengrün und die Petersilie klein schneiden. Anschließend in einen großen Topf die Zwiebeln und den Knoblauch in Olivenöl leicht anschwitzen. Wenn die Zwiebeln leicht glasig sind, kann in der Mitte vom Topf das Tomatenmark mit angebraten werden. Jetzt das restliche Gemüse in den Topf geben und alles zusammen kurz scharf anbraten und mit dem Weißwein ablöschen. Alles kurz aufkochen lassen, die Tomaten dazugeben und im Topf zerdrücken. Anschließend können alle restlichen Zutaten (bis auf die Muscheln) dazu gegeben werden. Den Sud abschmecken und mit geschlossenem Deckel eine halbe bis Dreiviertelstunde bei kleiner Stufe dahin köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Miesmuscheln mit kaltem Wasser abspülen und alle verletzten und offenen Muscheln aussortieren (Muscheln die ca. bis 2mm offen stehen brauchen nicht aussortiert werden). Wer keine Gemüsestücke in seiner Suppe mag, der kann jetzt den Sud durch ein Sieb in einen Topf gießen und das Gemüse beiseitestellen. Jetzt kommen die Miesmuscheln in den kochenden Sud, schließen den Deckel, schalten auf eine hohe Stufe und lassen alles ca. 5-7 Minuten aufkochen. Nach ca. 3 Minuten vorsichtig umrühren und den Deckel wieder schließen. In einer großen Schale anrichten und mit frischem Weißbrot servieren.

 

 

Infos zum Thema Muscheln

Im Volksmund heißt es die Muschelsaison ist in den Monaten mit „R”. Der September stellt traditionell den Startschuss für die Saison dar. Die Schalentiere werden lebend verkauft, sind deswegen leicht verderblich und sollten zeitnah von den Kunden konsumiert werden. Vor dem Kochen sollen sich die Muscheln bei Berührung schließen, da dies ein Frischemerkmal darstellt. Bleiben sie geöffnet, sollten sie aussortiert werden. Nach der Zubereitung und beim Verzehr bitte darauf achten, dass jetzt geschlossene Muscheln aussortiert werden. Genießbare Muscheln öffnen sich beim Kochen, geschlossene gelten eher als ungenießbar. Bei einem Essen rechnet man pro Person mit etwa einem Kilogramm Muscheln, was ca. 200-250 Gramm Muschelfleisch entspricht.

Miesmuscheln (Mytilus edulis)

Miesmuscheln sind eine erstaunliche Lebensform, sie können kilometergroße Ansammlungen mit mehreren Millionen Tieren bilden, die den Meeresboden bedecken. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich um blauschwarze Muscheln mit einer Größe von bis zu 10cm und fast zwei gleichlangen Schalen. Die Schalentiere leben hauptsächlich in den Gezeiten und Schelfbereichen der Meere. Im Vergleich zu anderen Muschelarten vergraben sich Miesmuscheln nicht im Boden. Sie heften sich mit dem sogenannten Byssusfaden an den Untergrund und auch an anderen Muscheln fest. Sie schmecken cremig-salzig, leich mineralisch und erinnern beim Geschmack an das Meer. Miesmuscheln gegart in einem würzigen Weißwein –oder Tomatensud schmecken köstlich, aber auch die klassisch französischen „Moules frites” mit Pommes serviert, sind ein Geschmackserlebnis. Muscheln mit orangefarbenem Fleisch sind weiblich und mit blassem Fleisch männlich, im Geschmack unterscheiden sie sich jedoch nicht.

Vongole Verace (Tapes semidecussatus)

Die Vongole auch Venusmuschel genannt, ist mit der Teppichmuschel verwandt und stammt häufig aus italienischen Gewässern. Meist leben diese Schalentiere in und auf sandigen Untergrund. Sie werden bis zu ca. 5 Zentimeter groß, wobei die Schalenfarbe von weiß bis schwarz und von grau bis gelb variiert. Aufgrund des saftigen Fleisches und des milden Geschmacks schätzen Genießer die Vongole. Wie alle Muscheln besitzt auch die Venusmuschel einen hohen Eiweißanteil und einen geringen Fettanteil.